Chemie des Bohnezjaspis
Sein Hauptbestandteil ist Siliciumdioxid (SiO₂), das in mikrokristalliner Form als Quarz oder Chalcedon auftritt. Diese feine Struktur verleiht dem Stein seine besondere Härte und seinen seidigen Glanz.
Doch erst die Begleitstoffe machen jeden Bohnerzjaspis zu einem unverwechselbaren Unikat.
Eisenoxide und -hydroxide (Fe₂O₃, FeO(OH)) schenken ihm seine charakteristischen Rot-, Braun- und Gelbtöne.
Calciumcarbonate (CaCO₃), Phosphate (PO₄³⁻), Hydroxid- (OH⁻) und Carbonatgruppen (CO₃²⁻) sowie Spuren von organischem Kohlenstoff (C) ergänzen das komplexe Gefüge und erzählen von den wechselnden geochemischen Bedingungen seiner Entstehung.
Ein Stein, der die Sprache der Erdzeit spricht und zugleich die Geschichte des Handwerks im Markgräflerland bewahrt.
Chemische Zusammensetzung (vereinfacht):
SiO₂ (mit Spuren von Fe, Ca, C, OH⁻, CO₃²⁻, PO₄³⁻)

Meine Mission: Eine vergessene Tradition wiederbeleben
Historische Quellen belegen, dass Städte wie Freiburg und Waldkirch zwischen 1400 und 1800 zu den bedeutendsten Schleiferei-Zentren Europas zählten. Dort wurde der Bohnerzjaspis in großen Mengen zu kunstvollen Zier und Schmuckstücken verarbeitet. Mit der Zeit jedoch geriet dieses Handwerk in Vergessenheit.
Mit meiner Manufaktur möchte ich diese Tradition neu beleben und dem Markgräfler Bohnerzjaspis wieder die Wertschätzung schenken, die er verdient. Ich führe die alte Handwerkskunst fort und verbinde die tiefe Geschichte dieses einzigartigen Steins mit zeitgenössischem Design und moderner Formensprache.
Was macht den Bohnerzjaspis so besonders?
Die Geologie – Millionen Jahre Erdgeschichte:
Der Bohnerzjaspis entstand aus urzeitlichen Jurahornsteinen des Unteren Malm (Oxfordien). Das in der sogenannten Roterde enthaltene Eisenoxid verleiht den Jaspisknollen ihre intensiven Gelb und Rottöne, ein markantes Farbspiel, das jeden Stein zu einem Unikat macht.
Die Kulturgeschichte - Vom Werkzeug zum Schmuck:
Seine Geschichte reicht bis in die mittlere Steinzeit (ca. 27.000 v. Chr.) zurück. Über Jahrtausende hinweg diente er zunächst als Werkzeugmaterial und wurde später zum begehrten Rohstoff der europäischen Schleifereien.
Ein Schmuckstück mit Seele
Wenn Sie ein Schmuckstück aus Markgräfler Bohnerzjaspis tragen, tragen Sie nicht nur ein außergewöhnliches Mineral, sondern ein bis zu 27.000 Jahre altes Stück Kulturgeschichte.