Kein Mineralienlexikon, sondern eine Werkstattkunde: Zu jedem Material steht hier, wie es entstanden ist, woran man es erkennt und wie es sich sägen, schleifen, polieren und bohren lässt.
Achat
Mohshärte 6,5 – 7Die gebänderte Chalcedon-Varietät, gewachsen in den Gasblasen erstarrter Lava. Deutschlands bekanntestes Vorkommen liegt an der Nahe bei Idar-Oberstein, ein weiteres im Schwarzwald.
Amethyst
Mohshärte 7Die violette Quarz-Varietät, gefärbt durch Eisen und natürliche Strahlung. Ganz in der Nähe, bei Sulzburg im Münstertal, sitzt er zusammen mit Achat und Baryt in alten Erzgängen.
Markgräfler Bohnerzjaspis
Mohshärte 6,5 – 7Jurahornstein, den das Eisen der Bohnerzformation gelb und rot gefärbt hat. Seit mindestens 27.000 Jahren genutzt, von der Steinzeitklinge bis in die Prager Kunstkammer.
Feuerstein
Mohshärte 6,5 – 7Entstanden vor rund 70 Millionen Jahren in der Kreide, vom Eis bis an die Ostsee gebracht. Innen glasig schwarz, außen weiß berindet, und als Hühnergott ein beliebter Strandfund.
Fluorit
Mohshärte 4Würfel in Violett und Grün, gewachsen aus heißen Lösungen in den Gängen des Grundgebirges. Beschrieben am Beispiel der Grube Clara bei Oberwolfach im Schwarzwald.
Karneol
Mohshärte 6,5 – 7Orange bis rotbrauner Chalcedon, gefärbt durch Eisen. Gewachsen als Knollen in einem 247 Millionen Jahre alten Boden des Buntsandsteins, beschrieben am Beispiel Kronach in Oberfranken.
Rhyolith-Achat
Mohshärte 6,5 – 7Achat als zackiger Stern im Inneren einer Kugel aus Rhyolith, auch Thunderegg genannt. Beschrieben am Beispiel der Teufelskanzel bei Oberthal im Saarland.
Versteinertes Holz
Mohshärte 6,5 – 7Fossiles Holz, dessen Zellstruktur über Jahrmillionen durch Chalcedon und Opal ersetzt wurde. Im Anschliff oft noch mit Jahresringen und Maserung des ursprünglichen Baums.
Eigene Funde zu Hause? Ich säge, schleife und poliere sie in meiner Werkstatt in Auggen, als Scheibe, Flachschliff oder fertiges Schmuckstück. Was das kostet, zeigt dir der Steinbearbeitungs-Rechner sofort, die Anfrage ist unverbindlich.